MI 26.04.: OUM

Marokkanischer Sahara-Soul, Jazz (MA) /// Beginn: 20.00 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof

Die Musikerin trägt den Namen mit Stolz und weiß um ihre Besonderheit. Sie erabeitete sich vor allem in den letzten Jahren einen internationalen Namen und ist heute ein regelrechter Shootingstar der Weltmusikszene. Oum war zu Gast bei den wichtigsten Festivals weltweit und wurde für ihre Mischung aus arabischen Klängen, Rhythm and Blues und Jazz gefeiert.
Eine Musikerin aus Casablanca, die mit coolen, groovigen Songs und einer wunderschönen Stimme daher kommt, das wollten viele gerne hören und sehen. Nun ist ihr zweites internationales Album „Zarabi“ erschienen. Oum beweist ihren Mut. Statt an ihrem bisherigen Stil fest zu halten, geht sie mit ihrer Band mitten in die Wüste, um die Aufnahmen zum neuen Album zu realisieren. Das Ergebnis ist viel erdiger, von Hitze und Entspannung zu gleich geprägt und getragen von einer Band, die sich auf dieses Experiment eingelassen hat.
Gemeinsam haben sie einige magische Momente eingefangen, wie man sie wohl nur in der Wüste finden kann. Aber obwohl sich Oum wieder auf ihre marokkanische Tradition bezieht, so zum Beispiel auf die maghrebinische Gnawa-Tradition mit ihren hypnotischen, tranceartigen Rhythmen, die seinerzeit auch Bill Laswell und Jimmy Page inspirierten, oder auf die sich vor allem in den poetischen Texten zeigenden Hassani-Tradition des Grenzgebietes zwischen Marokko und Mauretanien, ist es kein arabisches Album.

Oum bleibt ihrem modernen Fusion-Ansatz treu, aber nicht indem sie die Musik in einen modernen Popsound kleidet, sondern indem sie ihre marokkanischen Wurzeln auf sehr stimmige Weise musikalisch mit Elementen des Jazz und der spanischen Musikkultur verbindet. Oum kreiert damit etwas Neues, Fragiles und Kraftvolles, Intensives und Harmonisches

Besetzung: Gesang:  Oum / Oud:  Yacir Rami / Perkussion:  Rani Krija / Bass:  Damian Nueva / Trompete:  Yelfris Valdés